Resilienz muss man lernen. Sie ist nicht angeboren!

Sicherung des Kindeswohls

Der Schutz aller uns anvertrauten Kinder ist uns ein besonderes Anliegen und unsere Pflicht als Bürger und vor allem als Mitarbeitende einer Kindertagesstätte.

Es ist unsere Aufgabe als pädagogische Fachkräfte, Auffälligkeiten im Verhalten, den Befindlichkeiten oder dem Erscheinungsbild eines Kindes zu bemerken, zu reflektieren und abzuschätzen, ob es sich um entwicklungsbedingte oder situativ bedingte Auffälligkeit handelt.

Wenn das Wohl eines Kindes gefährdet ist, müssen und werden wir darauf reagieren und weitere Schritte einleiten.
Unser Träger hat für eine solche Situation eine gesetzlich vorgeschriebene Vereinbarung zum Schutz der Kinder in unserer Kindertagesstätte, mit dem Kreis Stormarn (Fachbereich Kinder- und Jugendhilfe) getroffen.
Diese Vereinbarung sowie die uns vorgegebenen Verfahrensabläufe richten sich nach dem §8a SGB VIII „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährung“.

Unsere Mitarbeiter sind für dieses Thema sensibilisiert, fortgebildet und reflektiert. Bei beobachteten Auffälligkeiten und Fehlverhalten (Eltern -> Kind / Mitarbeiter -> Kind o.ä.) gibt es speziell auf den Fall zu anzuwendende Verfahrensanweisungen.

Resilienz der Kinder und Kindeswohlgefährdung präventiv vorbeugen

Resilienz bedeutet so viel wie „psychische Widerstandskraft“. Eine gute Resilienz ist wichtig für Kinder, um mit Enttäuschungen, Problemen und Fehlschlägen besser umgehen zu können. Sie fühlen und wissen, dass sie über Kompetenzen verfügen, die es ihnen möglich machen, Ereignisse zu beeinflussen bzw. zu bewältigen. Resilienz muss man lernen; sie ist nicht angeboren.

Durch bestimmte Faktoren kann man die Resilienzentwicklung von Kindern aber positiv beeinflussen.

  • stabile emotionale Beziehung zu mind. einem Elternteil oder einer anderen Bezugsperson
  • soziale Unterstützung außerhalb der Familie
  • emotional warmes, offenes, strukturiertes, normorientiertes Erziehungsverhalten
  • positive soziale Modelle (Eltern, Geschwister, pädagogische Fachkräfte)
  • altersangemessene (soziale) Verantwortungen
  • altersangemessene individuelle Leistungsanforderungen
  • Hobbies

Indem wir die Kinder im Kita-Alltag beteiligen, ihre Stärken erkennen und rückmelden, den Kindern ihre Fortschritte aufzeigen und gegenseitiges Helfen fördern, tragen wir unseren Teil zur Resilienzentwicklung bei.
Wichtig ist uns, dass ggf. problematisches Verhalten und auf keinen Fall das Kind selbst „kritisiert“ wird.
Ebenso bearbeiten wir Unsicherheiten und Schwächen von Kindern, indem wir feinfühlig und aufbauend auf sie eingehen.